Der neue Leitfaden für Beruf & Pflege

Informationsbroschüre und Leitfaden für kleine und mittlere Unternehmen im Landkreis Rotenburg (Wümme) zum Thema Beruf & Pflege

Deutschland unterliegt aufgrund des demografischen Wandels starken Veränderungen, die die Leistungsfähigkeit in Zukunft der klein- und mittelständischen Unternehmen zunehmend fordert. So wächst die Zahl der pflegenden Beschäftigten kontinuierlich auch im Landkreis Rotenburg (Wümme). Wenn Arbeitnehmer/innen, deren Partner oder Verwandte plötzlich Betreuung/Pflege benötigen, stehen sie schlagartig Herausforderungen und Problemen gegenüber, die mit ihrer Arbeit/Berufstätigkeit in Einklang gebracht werden müssen.

Diese Broschüre & Leitfaden versteht sich als Beitrag, diese Aufgabe im Sinne eines familienfreundlichen Unternehmens im Landkreis Rotenburg besser handhaben zu können. Er dient Arbeitgebern/-nehmern gleichermaßen, gibt Informationen über die Ursachen/Hintergründe, zeigt die wichtigsten gesetzlichen Rahmenbedingungen und die Handlungsfelder im Unternehmen auf, um die Vereinbarkeit von Beruf & Pflege zu fördern.

Mit den Tipps und Angaben zur „Hilfe zur Selbsthilfe“ bietet er als erster Leitfaden die Aufgabe innerbetrieblich zu organisieren und den betroffenen pflegenden Mitarbeitern/innen erste konkrete Antworten, Adressen und Anlaufstellen, um externe Hilfe in Anspruch nehmen zu können.

Sie können die 70-seitige Broschüre in unserer Geschäftsstelle j.meeske@frauenundwirtschaft-lkrow.de anfordern oder direkt hier herunterladen.


                       Thea Ohle und Johanna Meeske präsentieren den Leitfaden

Die neue Familienpflegezeit - Zeit für Pflege und Beruf

Wer zu pflegende Angehörige hat, weiss was dies für eine Aufgabe ist. Zeitmanagement, Kosten und die eigene Gesundheit, sind nur einige Punkte, die hier eine Rolle spielen. Die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege ist heute keine leichte Aufgabe. Welche Möglichkeiten sich heute schon bieten, wie die gesetzlichen Rahmenbedingungen sind und wo es Unterstützung gibt?

 

Arbeitnehmer die Betreuung und Pflege leisten und das mit beruflichen Anforderungen vereinbaren müssen, sind hier zusätzlichen Belastungen ausgesetzt.

  • Wo gibt es Hilfe und Unterstützung?
  • Wie sind die rechtlichen Möglichkeiten?
  • Wie sieht es mit den Finanzen aus?
  • Wie funktioniert die Arbeitszeitverkürzung?
  • Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Das Pflegezeitgesetz ermöglicht es Arbeitnehmern, für einen Zeitraum von bis zu zehn Werktagen der Arbeit fernzubleiben, um sich um einen pflegebedürftigen Angehörigen in einer akut auftretenen Pflegesituation zu kümmern (kurzzeitige Arbeitsverhinderung). Es besteht Rechtsanspruch auf Freistellung bis zu 6 Monaten zur Pflege eines nahen Angehörigen - ohne Lohnfortzahlung. Der Freistellungsanspruch besteht nicht gegenüber Arbeitgebern mit 15 oder weniger Beschäftigten. Durch die Pflegeversicherung werden ggf. Beiträge bzw. Zuschüsse zur Arbeitslosen-,Kranken- und Pflegeversicherung gezahlt.

Seit dem 1. Januar 2012 gibt es die Familienpflegezeit. Beschäftigte können ihre Arbeitszeit für eine Dauer von bis zu zwei Jahren so weit reduzieren, dass sie Zeit für die Pflege haben, und zwar ohne aus dem Arbeitsleben auszusteigen oder allzu große Gehaltseinbußen hinnehmen zu müssen. Die Familienpflegezeit wird zwischen Arbeitgebern und Beschäftigten vereinbart. Pflegende Angehörige können den Spagat zwischen Pflege und Berufstätigkeit besser meistern - die Unternehmen binden qualifizierte Mitarbeiter. Somit profitieren beide von der Familienpflegezeit. Mehr dazu unter .........wege-zur-pflege.